Kritik und was ich darüber denke

Hallo Leute, wie oben geschrieben geht es heute um das Thema Kritik und was ich darüber denke.

„Kritiker sind gute Freunde, die uns auf Fehler hinweisen.“ – Benjamin Franklin

Der gute Herr Fanklin hatte zwar recht, aber nur unter einer Bedingung. Und zwar wenn die Kritik konstruktiv ist, es aöso Ratschläge und Tipps sind, die einen selbst weiter bringen.

Ein „Das Bild gefällt mir nicht.“ oder „Das Bild ist Scheisse.“ ist keine Kritik. Solche Sätze sind dummes Gerede von Menschen, die entweder keine Ahnung haben, oder mit solchen Aussagen über ihre eigene Unfähigkeit hinweg täuschen wollen.

Solche Sätze kommen in den Foren und Communities meistens von Leuten, die kein anständiges Bild hinbekommen. Wenn man sich deren Bilder anschaut, sieht man meistens nur irgendwelche nackten Brüste (oder andere Körperteile) die schlecht ausgeleuchtet sind und irgendwo groß und präsent im Bild platziert wurden.

Gute Kritik hingegen bringt dich weiter. Ein „An diesem Bild könntest du das und das verbessern, weil…“ ist Gold wert und tausendmal hilfreicher.

Wieso? Weil du selbst beginnst, dich mit dem auseinander zu setzen, was der Kritiker geschrieben hat. Du fängst an, selbst darüber nachzudenken und suchst Möglichkeiten, wie du solch ein Bild beim nächsten Mal besser machst.

Natürlich wirst du nicht den Geschmack eines jeden treffen. Wenn du das nämlich machst, wirst du und werden deine Bilder austauschbar. Aber du wirst lernen und herausfinden, wie du etwas gut umsetzen kannst und so deine eigene Bildsprache finden.

Lasst mich mal hören, was ihr so über Kritik denkt und schreibt es in die Kommentare.

Bis dahin…

Viele Grüße

Julian

Achten wir zu sehr auf die Technik?

Hallo Leute. Na wie geht es euch?

Wie ihr an der Überschrift sehen könnt, geht es heute um Technik und ob wir uns darauf zu sehr versteifen.

Nun der Post heute hat irgendwie mit dem letzten zu tun. Wieso? Weil das Thema ähnlich ist. Aber mehr dazu im Folgenden.

Immer wieder merke ich an mir selbst, wie sehr ich während des Surfens durchs Internet nach irgendwelchem technischen Spielzeug suche, bei dem ich denke, dass meine Fotos besser werden.

Vor allem wir Männer tendieren ja eher dazu, uns mit der lieben Technik zu beschäftigen.

Doch ist die Technik wichtiger als das Motiv?

In der Peoplefotografie sollte doch der Mensch vor der Kamera das wichtigste sein. Natürlich spielen Dinge wie das Licht, die Kameraeinstellungen und die Kamera an sich eine wichtige Rolle. Doch bestimmt zu über 90% das Motiv das Bild.

Ich habe mir dieses Jahr eine gebrauchte Canon 5d MKI zugelegt. Das erste Objektiv dazu war das 50er 1,8.  Und das war wie ein Neuanfang für mich. Zwar kann ich nicht mehr zoomen und meinen Bildausschnitt von meinem Standpunkt aus ändern, aber die kreativen Möglichkeiten, die diese Scherbe mir bietet, sind weitaus vielschichtiger als die eines Zoom-Objektives.

Diese Vielseitigkeit ging sogar so weit, dass ich meinen kompletten Urlaub nur mit dieser Linse fotografiert habe.

Was ich damit sagen will ist, dass die einfachen Mittel meistens reichen, um tolle Bilder zu machen. Egal ob Landschaften, Objekte oder Menschen. Wenn ich euch einen Tipp geben kann, holt euch mal eine lichtstarke Festbrennweite und nutzt deren Möglichkeiten. Ihr werdet sehen, dass ihr anders fotografiert und euch mehr um das Motiv kümmert.

Ach übrigens kam gestern (6.12.2014) mein drittes Objektiv für die 5d und es war die dritte Festbrennweite.

In diesem Sinne…

Julian

Verlieren wir die Ehrlichkeit aus den Augen?

Nun die Headline ist ja schon etwas gewagter, aber dennoch berechtigt. Berechtigt in der heutigen Zeit der schnell lebenden Massenmedien, der super aufgemachten Bildstrecken in den Zeitschriften und Magazinen und der überschätzten Selbstwahrnehmung so manch eines mediengeilen DSDS-Kandidaten (oder ähnlicher Personen).

Schauen wir heute mal beim Zeitschriftenkiosk in das Regal der Magazine für die Frauen, dann sehen wir da Modelle mit makelloser Haut, deren Figur aussieht als ob sie nie irgendein Problemzönchen von weitem gesehen hätte. Die Werbung im TV und an den Bushaltestellen genauso. Von irgendwo grinst Heidi, Naomi oder Adriana und lässt viele, vor allem junge Mädels, denken das nur diese Topmodels schön und begehrenswert sind.

Aber das hier so manch ein guter Bildbearbeiter mehrere Stunden vor dem Rechner sitzt und sich und Photoshop abmüht, dass die Bilder so aussehen wie man sie in der Öffentlichkeit sieht, daran denkt kein Mensch. Ich will hier die Arbeit der Bildbearbeiter nicht schlecht reden. Die machen einen echt guten Job (meistens zumindest). Aber häufig ist es eben zu gut. Auch sind die Ansprüche der Kunden zum Teil so abartig das man eigentlich nur denken kann: “Was zur Hölle?”

Wo bleibt hier die Ehrlichkeit in der Fotografie?

Ein Foto ist die Abbildung der Realität. Zumindest war sie damals bei ihrer Erfindung so gedacht. Aber wo ist die Ehrlichkeit in den heutigen Bildern?
Sollten wir nicht viel eher echte Menschen in unseren Bildern festhalten? Echte Momente? Echte Emotionen?

Versteht mich hier bitte nicht falsch. Ich liebe es zu fotografieren und ich liebe Photoshop und die Möglichkeiten die dieses Programm einem bietet. Aber ich bin es leid in irgendwelche Retusche-Orgien zu verfallen und einem Bild jede Form von Authentizität zu nehmen. Ich weiß wie Photoshop funktioniert. Ich kenne die Techniken die bei der Bearbeitung von solchen Hochglanzmüll zum Einsatz kommen. Und dennoch will der kleine Junge in mir den Mist hinter sich lassen und am liebsten die alte Praktika aus dem Regal nehmen (die Kamera ist so alt wie ich selbst), ein paar Rollen SW-Film besorgen und ehrliche Momente festhalten.
Meine bisher besten Bilder dieses Jahr waren die mit der geringsten Retusche. Wieso? Weil sie echt sind. Weil die abgebildete Person eine tolle Zeit hatte (hoffe ich).
Das sind alles Gründe die eher ein tolles Foto ausmachen als die Qualitäten des Bildbearbeiters.

Ich weiß das ich mich mit solch einem Text durchaus in die Nesseln setze. Aber es musste mal gesagt werden. Nicht nur weil mir dieser Hochglanzmist gerade ziemlich auf den Sack geht, sondern auch weil ich denke, dass wir Fotografen und Bildbearbeiter sensibler sein sollten im Umgang mit den veröffentlichten Bildern. Einfach um die jungen Menschen auch ein Stück weit zu schützen.

Nun bin ich gespannt was ihr darüber denkt. Lasst eure Meinung frei raus oder schreibt mir eine Mail.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

Julian

Neuanfang

Hallo Leute,

nach langer Zeit ist es nun doch Zeit für einen Neuanfang.
Wieso ist so viel Zeit vergangen und was hab ich so alles gemacht?

Nun ich hab ein Studium angefangen und entdeckt das es zwar für meine Zukunft hilfreich ist was ich da lerne. Aber es ist doch nicht das was ich mein Leben lang machen will. Der Drang kreativ zu sein und meine Leidenschaft auszuleben ist dann doch deutlich größer.

Und ich will euch dabei immer wieder auf dem Laufenden halten. Das heißt für mich, dass ich versuchen werde mindestens einmal die Woche einen Blogeintrag zu schreiben. Dazu werden bald auch Videotutorials und Making-Offs kommen. Ich will mein Wissen und meine Erfahrungen mit euch teilen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine tolle Woche.
Euer Julian